Zukunftsschutzgebiet Stadtraum

Raumkonferenz & Aktionstage


für Stadtmacher:innen
für Eigentümer:innen
für Verwaltungsangehörige
für Entscheider:innen
für Planer:innen
für Entwickler:innen
für Betroffene
für Wissenschaftler:innen
für Bürger:innen


17. bis 23. Juni 2019
Dresden Innenstadt
Konglomerat e.V. + Netzwerk

 

Zukunftsschutzgebiet

Die Stadt der Zukunft geht alle etwas an:

Zur Raumkonferenz kommen Interessierte und Fachleute aus dem ganzen Bundesgebiet zusammen, um gemeinsam den Zement der Stadt von morgen zu mischen.

Mischen Sie mit!

 



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Platz da! Für unsere Zukunft

Was? Mit der Raumkonferenz von der lokalen Herausforderung zur bundesweiten Relevanz. Schauplätze sind vier „unbeschriebene Orte“ in Dresden sowie Einrichtungen in der Umgebung.

Wer? Passanten, Nachbarn, Fachleute – wir versuchen gemeinsam die Probleme zu benennen und aufzuzeigen, was geht und was gehen könnte. Wir machen Wirksamkeit erlebbar und wollen neue Partnerschaften anstoßen.

Warum? Es geht um die Frage nach Raum für eine gemeinwohlorientierte, lebenswerte, gemeinschaftlich gestaltete Entwicklung von Stadt und Gesellschaft. Räume ermöglichen Partizipation, Vielfalt, bürgerschaftliches Engagement.

 

Die bedeutende, wachsende Zivilgesellschaft in Deutschland steht mit offenen Armen in unseren Städten. Sie kümmert sich um Zusammenhalt und Teilhabe in den Nachbarschaften. Sie betreibt und belebt dritte Orte, die für das Gemeinwesen von entscheidender Bedeutung sind. Sie ist Forum für gemeinsames Gestalten und mündige Bürgerschaft. Abseits von Planverfahren, ohne je dazu beauftragt worden zu sein, setzt sie ganz konkret nachhaltige und sozial gerechte Stadtentwicklung um. Die Städte sind lebendiger, bunter und lebenswerter durch ihr Engagement.


Der Raum dafür ist essentiell, denn er bildet die Grundlage für jegliche zivile Initiative. Doch heute ist er vielerorts gefährdet. Ob Kultur oder Gemeinwohl – die urbanen Immobilienmärkte haben Fieber und verdrängen viel von dem, was Lebensqualität und Vielfalt in unseren Städten ausmacht. Wie gegensteuern? Wie besser und breiter zusammenarbeiten? Wie Eigentum und Engagement enger verknüpfen? Wo bleibt Raum für Experimente, für das Ausprobieren neuer Konzepte, bei schwindenden
Flächen für Informalität – lässt sich Unplanbares gar formell Bauleitplanen?


Urbane Kulturen sind im Wandel begriffen, sind zu komplex, um auf dem Reißbrett geplant zu werden. Wie sehen fluidere, nutzergetragene Entwicklungsmodelle aus? Welche Wege eröffnet Baukultur in der Bodenfrage? Inwieweit schaffen Gestalter offener Räume sich und anderen Heimat und Identität? Wie werden Modellprojekte für die Gesamtentwicklung produktiver? Gemeinwohl und Stadtentwicklung sind zu komplex für 140 Zeichen. Nehmen wir uns eine Woche.


#PublicCivilPartnerships #Baukultur #Engagement #Zukunftsschutzgebiete

 

Platz da! Für Raum und Konzepte

Eine Woche Handeln an der Fläche. Es geht um Grund und Boden: um betriebene Orte, umkämpfte, leere und multifunktionale Flächen. Um öffentlichen Raum, vibrierende und ungenutzte Stadtplätze.

Leipziger Bahnhof

Alter Leipziger Bahnhof Foto: Carl Ahner

14 ha mitten in der Stadt – der älteste Fernbahnhof Kontinental-Europas.

Leer und überwuchert, im Besitz der Globus Warenhaus Holding, die hier einen Mega-Markt mit vielen Parkplätzen errichten möchte. Nach weitreichenden Protesten liegt die Planung derzeit auf Eis. Bebauungsplan gibt es bislang keinen – die Stadt sucht eine Ausweichfläche für Globus und stößt gleichzeitig einen breit angelegten Beteiligungsprozess »Kooperative Stadtentwicklung Leipziger Vorstadt« an.

Eine Bürgerinitiative wirbt für Wohnen und grundsätzliche Gemeinwohlkriterien für die Entwicklung des Geländes. Künstler, Gewerbe und ein Wagenplatz befinden sich in Zwischennutzungen. Die Zukunft ist offen.
 

Plattenwerks-Areal

Altes Plattenwerk Johannstadt Foto: Carl Ahner

Wo einst die Platten für den Bau der Hochhäuser der Johannstadt hergestellt wurden, befand sich bis Ende 2018 das informelle Zentrum des Quartiers: Der nachbarschaftliche Rodelhügel, einer der besten Skateparks Dresdens, verwinkelte Reste von Betonplatten aus Kriegsschutt.

Mittlerweile wurde das Gelände »glattgezogen« – übrig bleibt eine flache Brache inmitten der Stadt. Hier scheint alles möglich, zumal für’s erste nicht gebaut wird – die Erbengemeinschaft kann sich nicht einigen.

Wir nutzen die Zeit, um die pulsierende Zivilgesellschaft der Umgebung mit Interessierten aus dem ganzen Bundesgebiet zusammenzubringen.
 

Robotron-Kantine

Alte Robotron Kantine Foto: Carl Ahner

Das kleine Überbleibsel der DDR Computerproduktion ist offiziell »nicht schutzwürdig«.

Dennoch ist das Interesse groß am Gebäude, dessen Abriss eigentlich schon beschlossene Sache war. Ein städtisches Museum und ein neuartiger Zusammenschluss aus Wissenschaft und Kreativwirtschaft haben sich verbündet, um den Standort in A-Lage der Gesellschaft zugänglich zu machen.

Rundherum entsteht ein ganzes Viertel neu, ein Investor baut über 3000 neue Wohnungen. In diesen Tagen jährt sich die Gründung des Robotron Kombinats zum 50. Mal, während der Stadtrat entscheidet, wie der zukünftige dritte Ort auf der Fläche aussehen wird – Park oder Volkskantine?

Königsufer—Neustädter Markt

Königsufer—Neustädter Markt Foto: Carl Ahner

Der goldene Reiter glänzt wie eh und je. Rundherum gibt es einigen städtebaulichen Nachholbedarf. Der Neustädter Markt ist zentraler Zankapfel für die Menschen dieser Stadt.

Ein Narrenhäusel oder doch keins? Ein zugeschütteter Tunnel. Muss die Überbauung wirklich sein? Eine Fußgängerbrücke nun doch mit Autos. Historische Fassaden, Sozialismusbauten oder jetzt auch noch neue Architektur?

Die Dresdner Abteilung für Stadtentwicklung organisiert eine Beteiligung, die weit über das Mindestmaß hinaus geht. Doch reicht das? Nach wie vor fühlen sich Menschen nicht mitgenommen. Aber ist das nicht immer so?

Wir schauen uns das mal an.

Fotos: Carl Ahner

Platz da! Für Aktion und Konferenz

Eine Woche politischer Designprozess. Zusammen zeigen, was geht.
Bewusstsein schaffen. Bedarfe und Potentiale sichtbar machen.
Gegenseitiges Verständndis entwickeln.

Unser Programm gliedert sicht in vier themenbezogene Tracks:

  • Track 1:
    Lebensqualität & Gemeinwohl
  • Track 2:
    Engagement & Mitgestaltung
  • Track 3:
    Boden & Eigentum
  • Track 4:
    Planen & Bauen

 

Das Programm wird in Kürze veröffentlicht.

 

Der politische Designprozess der #raumkon19

Die Raumkonferenz wird ermöglicht durch:

Anstiftung
Fonds Soziokultur