SchillingPlatz für Alle.

 

Seit Oktober 2017 lädt das öffentliche Bücherregal am Schillingplatz täglich zum stöbern und tauschen ein, doch auch der Platz will bespielt werden.  

Zum Aktionswochende am  9./10./11.November wurde der Schillingplatz zum offenen Wohnzimmer. 
Unter dem Motto "Jeder Mensch braucht ein Zuhause" wurde mit Vorträgen, Film und verschiedenen Aktionen sowie Kunst und Musik ein temporärer Anlaufpunkt geschaffen, bei dem Menschen aus dem Stadtteil zusammen kamen und sich austauschen konnten.

Trotz tiefer Temperaturen war das Aktionswochenende teilweise gut besucht. Mit Beiträgen zur Stadtraumgestaltung, einer mobilen Siebdruck-Werkstatt, Lampionumzug zum St.Martinsfest, Live Musik, Zimt Punsch und Geprächen wurde das Aktionswochenende gefüllt. Zum Abschluss gab es die Möglichkeit beim Nachbarschaftscafe und Tee ins Gespräch zu kommen.
Nebenbei haben wir uns die Frage gestellt : Was macht ein Zuhause aus? Wie können wir Stadt gemeinsam gestalten? Wie wollen wir miteinander leben? Wie und wo wohnen, arbeiten und teilen wir ? Wie soll unser Stadtteil heute und zukünftig aussehen? So konnte ein Bewusstsein für das gegenseitige Miteinander geweckt und der Stadtraum temporär gestaltet werden. 

Mit dabei waren die katholische und evangelische Jugend Dresden-Löbtau, Konglomerat e.V., #Willkommen in der Werkstatt, der Nachbarschaftstreff PlatzDa, die Straßenzeitung Drobs, die Dresdner Tafel, Nachbar*innen, Freunde und andere Locals...

Ein Großteil der Spenden wurde an die Dresdner Nachtcafes gespendet.

 

Wenn Sie selbst Ideen und Bücher haben sind Sie herzlich Willkomenn den Schillingplatz mit eigenen Beiträgen zu beleben.

Bilder zum Aktionswochenende

Jeder Mensch braucht ein Zuhause.  

Hintergründe zum Aktionswochenende am 09. - 11. November auf den Schillingplatz.


In Deutschland fehlen eine Million Wohnungen. Seit 2012 sind die Mieten um insgesamt 16 Prozent gestiegen. Nicht nur Randgruppen sind betroffen, das Problem ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Wohnungen werden luxussaniert, Mieten steigen stark, Menschen müssen ihr langjähriges Zuhause verlassen und finden keine neue Wohnung, die sie sich leisten können.  Einkommensschwache Familien, Student*innen und Renter*innen werden an den Stadtrand gedrängt. Im Schlimmsten Fall droht Wohnungslosigkeit.

Aber ein Zuhause ist mehr als nur ein Dach über dem Kopf. Ein Zuhause für Jede*n sollte in einem reichen Land wie Deutschland nicht Privileg, sondern Grundrecht sein. (siehe Caritas Studie Wohnen)

Für ein solidarisches Miteinander und eine engagierte Nachbarschaft!

Eine Aktion der Evangelischen und Katholischen Jugend Dresden-Löbtau, Konglomerat e.V., PlatzDa,  und anderen Locals.

Nach einer Kampagne der Caritas Deutschland e.V.
zuhause-fuer-jeden.de

 

KulturBüZe in Aktion - Was 2018 schon lief...

Zum ersten LyrikWalk im Mai haben Wetter, Zuhörer*innen und Künstler gut zusammengespielt. Mit literarischen Beiträgen, musikalischer Begleitung und einigen Anwohner*innen lief es sich gut durch Löbtau.

Anlass für den ersten Lyrikwalk bot das "Jane's Walk Festival"

Eine BücherZelle für Löbtau !

Ausrangierte Telefonzelle wird zur öffentlichen Tauschbibliothek

Nach zwei Jahren Planung und Ausbau steht die Bücherzelle seit Oktober 2017 auf dem Schillingplatz in Dresden-Löbtau. Diesen Ort haben wir gemeinsam mit dem Stadtplanungsamt ausgesucht, welches das Vorhaben sowohl angeregt, als auch finanziell und ideell unterstützt hat.

Der schöne aber etwas unbelebte Platz soll dadurch eine Aufwertung erfahren. Die BücherZelle ist aber so konstruiert, dass sie auch wandern kann, auf einen anderen öffentlichen Platz in Dresden. Wir möchten das in Löbtau zunächst für ein Jahr ausprobieren.

Viele Partner haben uns bisher durch alle Schwierigkeiten – wie der Planung und Genehmigung des Standortes oder der Konstruktion und dem Ausbau – begleitet. Den angenehmen Teil, nämlich Eröffnung, Gestaltung und Nutzung, möchten wir nun mit der Öffentlichkeit, mit Euch Allen teilen ...

Hintergründe zum Projekt

Was hat es damit auf sich?

 

Die BücherZelle soll auf dem Schillingplatz landen, ein von gründerzeitlicher Bebauung umgebener Platz mit Bäumen, Bänken und einer Abfallsammelstelle. Der etwas eingeschlafene Ort, soll durch die BücherZelle aktiviert werden.  

Der Konglomerat e.V. hat in Zusammenarbeit mit der Stadtplanungsamt Dresden und freiwilligen Helfern angefangen, das Projekt zu entwickeln. Löbtau sollte mit einer BücherZelle bereichert werden, die für jeden frei zugänglich ist. Vorgesehen ist die Aufstellung einer umgebauten Telefonzelle, welche dann etwa 100 Bücher aufnehmen kann. Ein spezielles Bücherregal bietet dafür den Raum.

Dieses darf dann von Allen gefüllt und auch wieder entleert werden. Denn die Zelle ist öffentlich, kostenfrei und zu jeder Tageszeit zugänglich. Gespendete Bücher, Zeitschriften, Magazine... können unentgeltlich ausgeliehen, zurückgebracht, entnommen, verschenkt oder behalten werden. Es regiert das Prinzip des Tausches und des Austausches.

Langfristiges Ziel ist es auch, für Dresden eine weitere BücherZelle zu schaffen. Vielleicht kennen einige die Tauschzelle vor dem Hörsaalzentrum der TU Dresden (ebenfalls vom Konglomerat e.V. mitentwickelt), die Büchertauschzelle in der Messe Dresden oder den Tauschladen 'El Tauscho' in der Dresdner Neustadt. Die Löbtauer BücherZelle ist transportabel und kann auch wandern.

Als Neuerung soll diese Zelle auch intensiv inhaltlich begleitet werden und stellt damit eine kuratierte Tauschbibliothek dar. Keine Angst - es fliegt nichts raus, aber vielleicht tun wir immer mal etwas Besonderes hinein! Der Ausbau wird hochwertig und robust gestaltet. Wir werden regelmäßig vorbeischauen und auch mal saubermachen. Somit soll die Qualität eines Tausch-Ortes gesteigert werden.

Zielgruppen sind zunächst alle Löbtauer und Anwohner in der nächsten Nähe, generell aber alle Liebhaber von gebundenen Büchern, Zeitschriften, der Zine-Kultur und anderer Printprodukte und analoger Medien. Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Senioren – jeder kann in einer TauschZelle etwas finden, abgeben oder tauschen.

Bühne frei für Lyrik an der BÜZE

Wer steckt hinter dem Projekt?

Viele Unterstützer haben bereits geholfen ...

Idee: Ricarda Häuser, Stadtplanungsamt Dresden, Abt. Stadterneuerung

Konzept, Planung, Baubegleitung: Jan Minack, Marc Schmidt

Träger: Konglomerat e.V.

Werkstatt & Lager: #Rosenwerk

Projektbetreuer: Mathias Flörke-Kempe,  Stadtplanungsamt Dresden, Abt. Stadterneuerung

Berater: Fridolin Pflüger, Vorstandsmitglied Konglomerat e.V.

Lieferung Telefonzelle: Produktionsbüro Dresden

Metallbau: SWB - Seidel Werkzeugbau, Volker Seidel, Brand-Erbisdorf

Statik: Prof. Dr.-Ing. Andreas Nietzold, Dresden

Innenausbau: Ferdinand Kunath, Dresden

Elektrik & Beleuchtung: Johann Sendzik, Dresden

Beklebung: breitergestalten, Dresden

Transport: Radensleben Transporte, Dresden; Boehland Transporte, Dresden